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Montag, 7. August 2017

Simtipp: "Future" von Cica Ghost

Seit der Öffnung von Cicas letzter Installation, sind inzwischen drei Monate vergangen. Eine ungewöhnlich lange Zeit für die SL-Künstlerin, denn im Schnitt eröffnete Cica bisher fast jeden Monat eine neue Installation. Aber zum einen hat sie diesmal ihr sehr gutes und viel beachtetes Werk "Fade Away" etwas länger laufen lassen. Und zum zweiten hat Cica in Sansar eine Experience erstellt, zu der es sogar schon ein erstes Video von Amelie Marcoud gibt.


Heute, am 6. August, hat Cica nun ihre Installation "Future" eröffnet. Gesehen habe ich das zufällig hier auf Flickr. Als ich dann auf die Region teleportiert bin, war ich der sechzehnte Besucher (laut Visitor Tracker) am Landepunkt.


Wie immer, gibt es zur Installation keine Notecard von Cica. Ich glaube, sie möchte, dass jeder für sich selbst versucht, die Bedeutung ihrer Arbeiten zu interpretieren. Es gibt lediglich wieder einen Satz in der Land-Info, den man als Denkansatz nutzen kann. Er lautet diesmal:
"If you don't imagine, nothing ever happens at all."
John Green
Ich weiß nicht, ob man das so übersetzen kann, aber ich verstehe das Zitat so:
"Wenn du dir es nicht vorstellen kannst, wird es niemals geschehen."


Die Homestead Region, auf der Cica ihre neue Installation aufgebaut hat, ist ebenfalls neu. Sie heißt "Seth Island". Cica hat scheinbar keine eigene Region auf Dauer, sondern mietet immer eine neue Region an, wenn die von der vorherigen Installation evtl. schon an den Estate Owner zurückgegeben wurde, bevor sie ihr neues Projekt gestartet hat.


Die Installation "Future" hat mit "Zukunft" eigentlich nicht viel zu tun. Es ist eher eine industrielle Ruine mit elektrischen und mechanischen Komponenten. Dazu gibt es ein Windlight, das die Umwelt fast in Schwarzweiß erscheinen lässt. Nur die Bodentexturen der kleinen Inseln im Wasser und das Podest, auf dem die Pfeiler stehen, haben einen leichten Farbton.


Die Hauptszene mit den pfeilerförmigen Gebäuden, ist relativ klein. Sie belegt nur etwa ein Viertel der Regionsfläche. In die Wände der Gebäude sind viele Fenster eingebaut. Meine Hauptbeschäftigung während meinem Besuch war es, meine Kamera in den Pfeilern zu platzieren und dann durch die Fenster nach draußen zu blicken. Hier ein paar Beispiele meiner Fensterimpressionen.^^


 


Etwas Abseits, in einer Ecke der Region, befindet sich ein Drache im Wasser. Der ist sogar leicht animiert und geht etwas hoch und runter. Eigentlich ist das kein vollständiger Drache, sondern nur ein Kopf und ein Teil des Rückens, die als zwei separate Objekte im Wasser liegen.


Insgesamt hat mich diese Installation ein bisschen an Cicas "Keys" erinnert, auch wenn die Objekte komplett unterschiedlich sind. Aber von der Atmosphäre kam es mir so vor.


Wenn ich die Installation nun interpretieren wollte, würde ich das so sehen: In der Zukunft kommunizieren die Menschen in den Hochhäusern der Städte nur noch über Netzwerke miteinander, was durch die Drähte symbolisiert wird, die einige der Gebäude miteinander verbinden und an denen sich Kugeln (Datenpakete) hin- und herbewegen. Diese Zukunft hat die Menschen allerdings etwas abstumpfen lassen. Hier kommt dann das Zitat von John Green ins Spiel. Denn irgendjemand in der kleinen Stadt, hat sich wohl einen Drachen im Wasser vorgestellt. Sozusagen eine Blume in der Asphaltwüste.

>> Teleport zu Future

Links:

Kommentare:

  1. mich erinnert diese installation eigentlich nur an negative dinge: eintönigkeit, leere, farblosigkeit und depression. es fehlte mir zum 1. mal die lust fotos zu machen. aber vielleicht fehlt mir einfach das gen "kunst" zu interpretieren und zu verstehen.

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  2. Anidusa Carolina7. August 2017 um 10:05

    Ich sehe darin ein postapokalyptisches Szenario. Hier auch die "Zukunft" im Sinne von "wir haben versagt, nun liegt alles in Trümmern." Also ein sehr hoffnungsloses Szenario. Drache und Vögel zeigen aber: Es gibt noch Leben! Was den Drachen angeht eventuell auch Mutationen. Wenn wir uns dieser Hoffnungslosigkeit ergeben wird nie etwas geschehen, dann bleibt die Welt so. Wenn wir uns aber wagen zu träumen, wenn wir die Hoffnung nicht aufgeben und imaginisieren was neu entstehen könnte, dann wird es das auch.
    Für mich ist das also ein absolut eindeutiger Aufruf zu "Egal wie trostlos die Situation wirkt, wir können uns mit Vorstellungkraft (der dann Taten folgen) wieder aus dem Sumpf ziehen."

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  3. das ist im großen und ganzen Cica´s Stil,ich habe schon einige ihrer Installationen gesehen und finde die meist interessant,oft gerade wegen der Farblosigkeit aber auch der Details

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